Lesetipps

  Belletristik:

„Die goldene Stadt“ von Sabrina Janesch

Peru, 1887. Das ganze Land redet nur von einem Mann – und seiner grossen Entdeckung: Augusto Berns will die verlorene Stadt der Inka gefunden haben. Das Medienecho reicht von Lima bis London und New York. Doch wer ist der Mann, der vielleicht El Dorado entdeckt hat? Alles beginnt mit einem Jungen, der am Rhein Gold waescht und sich in ertraeumten Welten verliert, der spaeter in Berlin den gluehend verehrten Alexander von Humboldt befragt, um bald darauf einen Entschluss zu fassen: Er, Berns, will die goldene Stadt finden. Berns wagt die Ueberfahrt nach Peru, wo er eher zufaellig zum Helden im Spanisch-Suedamerikanischen Krieg wird, dann als Ingenieur der Eisenbahn Mittel für seine Expedition sammelt. Mit dem Amerikaner Harry Singer besteigt er die Höhen der Anden und schlaegt sich durch tiefsten Dschungel – um schließlich an einen Ort zu gelangen, der phantastischer ist als alles, was er sich je vorgestellt hat. Erst seit kurzem weiss man, dass das sagenumwobene Machu Picchu in Peru von einem Deutschen entdeckt wurde. Sabrina Janesch hat sich auf die Spuren des vergessenen Entdeckers begeben und erzaehlt seine aufregende Geschichte. Ein Roman von grosser literarischer Kraft, der uns in eine exotische Welt eintauchen laesst – und zeigt, was es bedeutet, für einen Traum zu leben.

Rowohlt Verlag, ISBN 978-3-87134-838-9, Gebunden, 22,95 €
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  Belletristik:

„Die Gleichung des Lebens" von Norman Ohler

Sommer 1747. Friedrich II. will das unwegsame, von aufsaessigen wendischen Fischern bewohnte Oderbruch in Ackerland verwandeln. Das Mathematikgenie Leonhard Euler soll die noetigen Berechnungen durchfuehren. Doch als ein Ingenieur des Koenigs ermordet wird, verliert sich Euler in diesem preussischen Amazonien, das dem Untergang geweiht ist, sich aber mit allen Mitteln wehrt. Friedrich II. will die Sumpfgebiete oestlich von Berlin trockenlegen, um dort Fluechtlinge anzusiedeln. Wo noch Fische, Schildkroeten und Wasservoegel in ueberwaeltigender Artenvielfalt leben, sollen Kuehe grasen und die Kartoffel wachsen. Es ist die Zeit vor der gewaltigen Johanniflut, die das Bruch wie seit Urzeiten ueberschwemmen wird. Unter den Fischern herrscht Unruhe, sie fuerchten den Untergang ihrer Welt. Als der Ingenieur Mahistre tot am Oderstrand angetrieben wird, uebernimmt Leonhard Euler die Ermittlungen und geraet ploetzlich selbst ins Visier. Nur die Begegnung mit Oda, der Tochter des Anfuehrers der Wenden, kann sein Leben noch retten. Ein hervorragend recherchierter, atmosphaerisch dichter Roman mit einer erstaunlichen Vielfalt an Figuren und Stimmungen: Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts entsteht ein Tableau um Verdraengung, Angst vor dem Fremden und Kolonialisierung, das wie ein Spiegelbild unserer Gegenwart wirkt.

KiWi Verlag, ISBN 978-3-462-04968-8, Gebunden, 22,00 €
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  Belletristik - Science Fiction:

„Borne“ von Jeff Vandermeer

In einer zerstoerten Stadt der nahen Zukunft ueberlebt Rachel, indem sie in den Ruinen nach Ueberresten biotechnologischen Abfalls sucht. Ihre Beute bringt sie zu ihrem Partner Wick, der aus den gesammelten Ueberresten psychoaktive Drogen herstellt und verkauft. Die Stadt ist gefaehrlich, uebersaet mit den ausrangierten Experimenten der Firma – einem zerfallenen Biotech-Unternehmen – und geplagt von den unvorhersehbaren Raubzuegen eines riesigen Baeren namens Mord. Im Fell von Mord findet Rachel bei einer ihrer Expeditionen Borne, ein undefinierbares Wesen, das auf sie eine merkwuerdige Anziehung ausuebt. Entgegen ihren Instinkten – jede Schwaeche kann dich in dieser erbarmungslosen Stadt toeten – nimmt sie Borne mit in ihr Versteck. Doch Borne ist viel mehr, als Rachel sich vorstellen kann. Er lernt sich zu bewegen, zu reden, seine Gestalt zu veraendern und beginnt zunehmend, die delikate Balance der Macht in der Stadt zu bedrohen. Waehrend sich neue Feinde der Firma formieren, fuehrt Bornes Metamorphose Rachel vor Augen, wie sehr ihre prekaere Existenz auf Luegen und Geheimnissen beruht, deren Aufdeckung ihre Welt für immer veraendern wird.

Kunstmann Verlag, ISBN 978-3-95614-197-3, Gebunden, 22,00,- €
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  Belletristik:

„Tyll“ von Daniel Kehlmann

"Tyll", der neue Roman des Erfolgsautors Daniel Kehlmann – er veroeffentlichte u.a. "Die Vermessung der Welt", "Ruhm", "F" und "Du haettest gehen sollen" –, ist die Neuerfindung einer legendaeren Figur: ein großer Roman ueber die Macht der Kunst und die Verwuestungen des Krieges, ueber eine aus den Fugen geratene Welt. Tyll Ulenspiegel - Vagant, Schausteller und Provokateur - wird zu Beginn des 17. Jahrhunderts als Muellerssohn in einem kleinen Dorf geboren. Sein Vater, ein Magier und Welterforscher, geraet schon bald mit der Kirche in Konflikt. Tyll muss fliehen, die Baeckerstochter Nele begleitet ihn. Auf seinen Wegen durch das von den Religionskriegen verheerte Land begegnen sie vielen kleinen Leuten und einigen der sogenannten Grossen: dem jungen Gelehrten und Schriftsteller Martin von Wolkenstein, der fuer sein Leben gern den Krieg kennenlernen moechte, dem melancholischen Henker Tilman und Pirmin, dem Jongleur, dem sprechenden Esel Origenes, dem exilierten Koenigspaar Elisabeth und Friedrich von Boehmen, deren Ungeschick den Krieg einst ausgeloest hat, dem Arzt Paul Fleming, der den absonderlichen Plan verfolgt, Gedichte auf Deutsch zu schreiben, und nicht zuletzt dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher, dessen groesstes Geheimnis darin besteht, dass er seine aufsehenerregenden Versuchsergebnisse erschwindelt und erfunden hat. Ihre Schicksale verbinden sich zu einem Zeitgewebe, zum Epos vom Dreissigjaehrigen Krieg. Und um wen sollte es sich entfalten, wenn nicht um Tyll, jenen raetselhaften Gaukler, der eines Tages beschlossen hat, niemals zu sterben.

Rowohlt Verlag, ISBN 978-3-498-03567-9, Gebunden, 22,95 €
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  Belletristik - Sachbuch:

„Traeumer“ von Volker Weidemann

1919, Revolution in Muenchen – und alle sind vor Ort: Ernst Toller, Thomas Mann, Erich Muehsam, Rainer Maria Rilke, Gustav Landauer, Oskar Maria Graf, Viktor Klemperer, Klaus Mann ... Wann gab es das schon einmal – eine Revolution, durch die die Dichter an die Macht gelangten? Doch es gibt sie, die kurzen Momente in der Geschichte, in denen alles moeglich erscheint ... Von einem solchen Ereignis, der Muenchner Raeterepublik zwischen November 1918 und April 1919 erzaehlt Volker Weidermann im Stil einer mitreissenden Reportage, bei der der Leser zum Augenzeugen der turbulenten, komischen und tragischen Wochen wird, die Muenchen, Bayern und Deutschland erschuetterten. Nach der Vorgeschichte, dem Ende des 1. Weltkriegs und der Absetzung des bayrischen Koenigs, beginnt der magische Moment, in dem alles moeglich erscheint: radikaler Pazifismus, direkte Demokratie, soziale Gerechtigkeit, die Herrschaft der Phantasie. An der Spitze der Raetebewegung stehen die Schriftsteller Ernst Toller, Gustav Landauer und Erich Muehsam, auf die nach den Tagen der Euphorie und der schnellen Ernuechterung lange Haftstrafen oder der Tod warten. In rasantem Tempo und aus der Perspektive von Beteiligten und Beobachtern vor Ort wie Thomas Mann, Klaus Mann, Rainer Maria Rilke, Adolf Hitler, Viktor Klemperer oder Oskar Maria Graf entsteht so ein historischer Thriller über ein einzigartiges Ereignis der deutschen Geschichte.

KiWi Verlag,ISBN 978-3-462-31788-6, Gebunden, 22,00 €
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  Belletristik - Krimi:

„Ein irischer Dorfpolizist“ von Graham Norton

Die Nr. 1 aus Irland: Ein Kriminalroman und gleichzeitig eine beruehrende Geschichte ueber Liebe, Geheimnis und Verlust, mit einem dunklen Grundton, leisem Humor und einer grossen Liebe zu allen Figuren. Sergeant PJ Collins ist nicht dick, er ist fett. PJ geraet schnell ins Schwitzen und schnell aus der Puste, er hat in dem verschlafenen Kaff Duneen aber zum Glueck auch nicht viel zu tun. Das aendert sich, als bei Schachtarbeiten menschliche Ueberreste gefunden werden. Im Dorf ahnen alle gleich, wessen Knochen das sein muessen: Tommy Burke, verschwunden vor zwanzig Jahren, genau an dem Tag, an dem sich seine Verlobte und seine Geliebte auf dem Marktplatz pruegelten. PJ geht daran, die Frauen zu befragen – beide immer noch ungluecklich und ungeliebt. Und begeht dabei einige schwer verzeihliche Fehler. Der aus Cork angereiste Kriminalkommissar haelt den Dorfsheriff sowieso für eine Niete. Doch er irrt sich.

Rowohlt Verlag, ISBN 978-3-463-40690-9, Gebunden, 19,95 €
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  Belletristik:

„Loney“ von Andrew Michael Hurley

The Loney - ein verregneter, unwirtlicher Landstrich an der nordenglischen Kueste. In der Karwoche des Jahres 1976 pilgert eine bruechige kleine Glaubensgemeinschaft aus London dorthin, um in der Wallfahrtskirche der heiligen Anna für ein Wunder zu beten: moege Hanny, aeusserlich schon fast ein Mann, doch von kindlichem Gemuet, von seiner Krankheit erloest werden. Dreissig Jahre spaeter legt ein Erdrutsch bei The Loney die Leiche eines Babys frei. In Hannys juengerem Bruder Tonto weckt dies Erinnerungen an jene Reise, die er all die Jahre tief in seinem Inneren verborgen hatte. Doch jetzt draengt die Vergangenheit mit Macht an die Oberflaeche und droht, ihm den Boden unter den Fuessen wegzureissen. Dieser ungewoehnliche, faszinierende Roman erweckt mit stilistischer Brillanz und einem virtuosen Gespuer für Zwischentoene Charaktere und Landschaft zum Leben. Zugleich stellt er grundsaetzliche Fragen nach dem Wesen von Glauben und Aberglauben, Vertrauen und Hoffnung.

Ullstein Verlag, ISBN 978-3-548-28987-8, Taschenbuch, 12,00 €
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  Belletristik:

„Commissaire Le Floch und das Geheimnis der Weissmaentel“ von Jean-Francois Parot

„Ein neuer Maigret wurde geboren: Nicolas Le Floch… Der Roman ist mit einem Realismus von halluzinatorischer Suggestivkraft geschrieben.“ Le Figaro Paris, 1761: Als ein Polizeibeamter der Korruption verdaechtigt wird, betreut man den jungen Nicolas Le Floch mit dem Fall. Was als Bagatelle beginnt, wird schon bald zum Mordfall, da der verdaechtigte Beamte verschwindet, und zu einem Skandal, der auch Koenig Ludwig XV und seinen Hofstaat treffen koennte. Waehrend die Pariser Gesellschaft sich dem wilden Treiben des Karnevals hingibt, fuehren Nachforschungen Nicolas Le Floch in Spielhoellen, Abdeckereien, Edelbordelle und die Verliese der Bastille. Wird er das Geheimnis lueften und den Koenig retten?

Blessing Verlag, ISBN 978-3-89667-573-6, Broschiert, 17,00 €
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  Berlin:

„Es wird Nacht im Berlin der Wilden Zwanziger“ von Robert Nippoldt und Boris Pofalla

Das Berlin der Goldenen 1920er ist eine Erfolgsstory, die das 20. Jahrhundert seinen Kindern und jetzt auch Kindeskindern immer wieder gerne erzaehlt: so viel Rasanz, Theatralik, Drama, Lichter der Grossstadt, Verkehrschaos, Leben, das laut auf sich aufmerksam macht, will es nicht in Hinterhoefen und Mietskasernen verkuemmern, Cabaret, Theater, Funk, Film, Reklame, Bubikopf und Monokel, queere Kieze, Charleston und der „Onkel Bumba aus Kalumba“; alles rennt, rast und schwoft, jeden Tag breaking news, Sensationen und Spektakel. An dieser Geschichte, deren Strahlkraft heller leuchtet als fuenf Millionen Osram-Birnen (Werk Berlin-Friedrichshain), haben viele mitgestrickt, Kunstschaffende, City Girls, Gigolos, Bohemiens, Intellektuelle, Koksbarone, Ringvereine und Politgangster, Wissenschaftler, Sportskanonen und Spekulanten, Dr. Mabuse, Mackie Messer, Maria, der schoene Maschinenmensch und eine endlose Parade von tanzwuetigen Nachtschwaermern. Nach den Bestsellern Hollywood in the 30s und Jazz: New York in the Roaring Twenties hat sich Illustrator Robert Nippoldt diesmal mit dem Schriftsteller Boris Pofalla zusammengetan, um den Geist dieses Jahrzehnts in einem atmosphaerisch dichten Album einzufangen. Nippoldt stellt nicht nur bekannte Figuren wie Lotte Reiniger, Christopher Isherwood, Albert Einstein, Kurt Weill, Marlene Dietrich und George Grosz vor, sondern auch Thea Alba, „die Frau mit zehn Gehirnen“, Magnus Hirschfeld, den „Einstein des Sex“, und den beruehmt-beruechtigten Ganoven Adolf Leib. Bevor Weltwirtschaftskrise und Naziherrschaft Berlin das Licht ausknipsen, zeigt uns Nippoldt noch einmal alles: die grellen Lichter der Grossstadt und das Grau der Fabriken, Hinterhoefe und Mietskasernen, das Geschrei der Sporthallen und die Stille der Theatersaele, den Gesang der Comedian Harmonists und Marlene Dietrich, die sich zylinderbehuetet eine Zigarette anzuendet und dann ‒ kluge Frau ‒ ein Dampferticket nach Hollywood kauft. .

Taschen Verlag, ISBN 978-3-8365-6319-2, Gebunden mit Audio-CD, 49,99 €
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  Biographie:

„Monsieur Nicolas“ von Retif de la Bretonne

Der Knausgard des 18. Jahrhunderts – Rétif de la Bretonne. Reinhard Kaiser entdeckt fuer uns eines der schonungslosesten und grossartigsten Memoirenwerke der Weltliteratur. Es ist ein ungeheures Unterfangen, das Rétif de la Bretonne in der Vorrede seines Buches ankuendigt: „Ich gehe daran, Ihnen hier das ganze Leben eines Ihrer Mitmenschen vorzulegen, ohne etwas zu verschleiern, weder von seinen Gedanken, noch von seinen Taten. Der Mensch, dessen Seele ich hier anatomieren werde, konnte allerdings kein anderer sein als ich selbst.“ Und er macht ernst – voellig ungeschminkt erzaehlt er alles, was ihn einst bewegte, alles, was er tat, und alles, was er dachte: Gutes wie Boeses, Edles, Niedertraechtiges, Verwerfliches, Peinliches, Obszoenes, Widerliches, Naives, Lobenswertes. Alles. Und er schreibt damit eines der schonungslosesten, aber auch grossartigsten Memoirenwerke aller Zeiten, ebenbuertig einem Samuel Pepys, Jean-Jacques Rousseau oder Giacomo Casanova. Von der Jugend auf dem Land ueber die Zeit in der Klosterschule bis in die Zeit als Drucker und Schriftsteller in Paris, wo er zum beruehmtesten Beobachter der niederen Staende wird. Unzaehligen Frauen begegnet der leicht entflammbare und triebhafte Rétif auf seinem Weg, und auf alle moeglichen Weisen versucht er sich ihnen zu naehern. Er liefert ein ungemein reichhaltiges Zeitbild Frankreichs vor und waehrend der Revolution – und eine Tiefenbohrung in die menschliche Psyche, wie es sie vorher noch nie gab und auch lange danach nicht mehr geben sollte.

Galiani Verlag, ISBN 978-3-86971-161-4, Gebunden, 38,00 €
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  Sachbuch:

„Rendezvouz mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery

Er kann 1600 Kuesse auf einmal verteilen, er kann mit seiner Haut schmecken, Farbe und Form aendern und sich trotz eines Koerpergewichts von 45 Kilogramm durch eine apfelsinengrosse Oeffnung zwaengen: der Oktopus. Und nicht nur seine koerperlichen Superkraefte machen den Achtarmigen zu einem Wunderwesen der Meere. Kraken sind vor allem schlau. Sie koennen tricksen, spielen, lernen, sie koennen Menschen erkennen und Kontakt aufnehmen. In ihrem preisgekroenten Buch erzaehlt die Naturforscherin Sy Montgomery auf beruehrende, kenntnisreiche, unterhaltsame Weise von ihren Begegnungen mit diesen aussergewoehnlichen Tieren und wirft eine bemerkenswerte Frage auf: Haben Kraken ein Bewusstsein? „Fantastische Tiere. Fantastisches Buch.“ Donna Leon „Wenn man dieses Buch gelesen hat, versteht man die Seele der Ozeane.“ Peter Wohlleben

Mare Verlag, ISBN 978-3-86648-265-4 , Gebunden, 28,00 €
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  Sachbuch:

„Im Garten der Romantik“ von Hans von Trotha

Renaissancegärten, Barockgärten, englische Parks - alles gut und schön. Einen „romantischen Garten“ aber hat es nie gegeben, obwohl wir doch gern romantisch finden, was an übrig gebliebener Natur unser Auge erfreut. Und man sollte doch denken, dass niemand sich so obsessiv mit der Natur beschäftigt hat wie die Romantiker in Deutschland, Frankreich und England. Diese Leute aber, bekanntermaßen keine bescheidenen Menschen, hatten Größeres vor. Statt Gärten entdeckten sie die bis dahin als No-go-area verschriene erhabene Kulisse der Alpen, suchten in der Natur das Unendliche, und entdeckten die gewaltigste Natur am Ende, oh Wunder, in sich selbst: Jean Paul beschrieb sie als sein „inneres Afrika“. Deshalb schreibt Hans von Trotha, der so gut wie alle Gärten Europas kennt, bereist und beschrieben hat, in diesem Buch um eine große, aber deshalb umso interessantere Leerstelle herum.

Berenberg Verlag, ISBN 978-3-946334-01-9, Halbleinen, 22,00 €
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  Kinderbuch ab 7 Jahre:

„Miss Drachenzahn – Anleitung zum freundlichen Umgang mit Kindern“ von Joanne Ryder und Laurence Yep

Ein warmherziges, charmantes Drachen-Abenteuer Seit vielen Menschengenerationen lebt Miss Drachenzahn, eine resolute, aber herzensgute Drachendame, schon unter den Menschen. Gerade ist ihr letzter Schuetzling Großtante Amalia gestorben, da steht schon deren Nichte, die zehnjaehrige Winnie, vor der Tuer und behauptet, Miss Drachenzahn waere ihr neues Haustier. Was Miss Drachenzahn selbst natuerlich voellig anders sieht: Wenn, dann ist Winnie IHR Haustier – und zwar eins, das noch eine Menge zu lernen hat! Weil die Drachin aber ein grosses Herz hat und Winnie nicht lockerlaesst, nimmt sie das Maedchen schließlich mit in ihre fantastische Welt voller magischer Bewohner.

DTV Verlag, ISBN 978-3-423-76191-8, Gebunden, 12,95 €
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  Kinderbuch ab 11 Jahre:

„Der Blackthorn-Code - Das Vermächtnis des Alchemisten“ von Kevin Sands

- Verrate es niemandem - Bis zu dieser rätselhaften Warnung war Christopher Rowe eigentlich zufrieden mit seinem Leben als Lehrling des Apothekermeisters und Alchemisten Benedict Blackthorn. Er hatte ein Dach über dem Kopf, sein Meister lehrte ihn nicht nur, wie man Mittel gegen Warzen herstellt, sondern auch wie man verschlüsselte Botschaften knackt und Rätsel löst. Doch das alles ändert sich, als eine Serie mysteriöser Morde London heimsucht. Fast immer sind es Alchemisten, die getötet werden. Christopher spürt, dass sein Meister in Gefahr ist. Ihm bleibt nur wenig Zeit, die Mörder zu enttarnen und hinter ein Geheimnis zu kommen, das so mächtig ist, dass es die Welt zerstören kann.

DTV Verlag, ISBN 978-3-423-76148-2, gebunden, 15,95 €
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  Kinderbuch ab 12 Jahre:

„Good Night Stories for Rebel Girls“ von Elena Favilli und Francesca Cavallo

100 Geschichten ueber 100 beeindruckende Frauen, die die Welt bewegen – eine spannende Lektuere, illustriert von ueber 60 Kuenstlerinnen aus aller Welt Sie sind ins All und ueber den Atlantik geflogen, haben den Erdball schon mit 16 umsegelt und die hoechsten Gipfel in Roecken bestiegen. In allen Laendern und zu allen Zeiten gab es Frauen, die mutige Vorreiter waren, neugierige Entdeckerinnen, kluge Forscherinnen und kreative Genies. Herrscherinnen, die unter widrigsten Umstaenden ihre Laender regierten, Aktivistinnen, die gegen Ungerechtigkeit protestierten, Wissenschaftlerinnen, die unbekannte Pflanzen und gefaehrliche Tiere erforschten. Dieses Buch versammelt 100 inspirierende Geschichten ueber beeindruckende Frauen, die jedem Maedchen Mut machen, an seine Traeume zu glauben. Eine spannende Lektuere, illustriert von über 60 Kuenstlerinnen aus aller Welt.

Hanser Verlag, ISBN 978-3-446-25690-3, Gebunden, 24,00 €
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  Kinderbuch ab 10 Jahre:

„Pandora und der phaenomenale Mr. Philby“ von Sabine Ludwig

Cornwall Krimi! Endlich Ferien, und Pandora kann zurueck in ihr geliebtes Hotel an der Kueste Cornwalls. Leider steht es gar nicht gut um ihr Zuhause: In diesem Sommer gibt es kaum Gaeste und einer davon ist auch noch sehr speziell: Phinnaeus Philby, der vorgibt, Maler und auf der Suche nach einem bestimmten Motiv zu sein. Doch was sucht er wirklich? Etwa den Schatz von Camelot? Eines Morgens liegt ein Toter am Rand der Klippen und Pandora und ihre Freunde Zack und Ashley geraten in grosse Gefahr. Rettung kommt in letzter Minute von voellig unerwarteter Seite. Und der phaenomenale Mr Philby tappt in eine ganz besondere Falle. Hochspannend, turbulent und very british: Der neue Geniestreich von Bestsellerautorin Sabine Ludwig bietet viel schwarzen Humor und liebenswert schraege Figuren.

Oetinger Verlag, Gebunden, ISBN 978-3-7915-0060-7 14,99 €
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  Jugendbuch:

„Skythe - Die Hueter des Todes“ von Neal Shusterman

Unsterblichkeit, Wohlstand, unendliches Wissen. Die Menschheit hat die perfekte Welt erschaffen – aber diese Welt hat einen Preis. Citra und Rowan leben in einer Welt, in der Armut, Kriege, Krankheit und Tod besiegt sind. Aber auch in dieser perfekten Welt muessen Menschen sterben, und die Entscheidung ueber Leben und Tod treffen die Scythe. Sie sind auserwaehlt, um zu toeten. Sie entscheiden, wer lebt und wer stirbt. Sie sind die Hueter des Todes. Aber die Welt muss wissen, dass dieser Dienst sie nicht kalt laesst, dass sie Mitleid empfinden. Reue. Unertraeglich grosses Leid. Denn wenn sie diese Gefuehle nicht haetten, waeren sie Monster. Als Citra und Rowan gegen ihren Willen fuer die Ausbildung zum Scythe berufen werden und die Kunst des Toetens erlernen, waechst zwischen den beiden eine tiefe Verbindung. Doch am Ende wird nur einer von ihnen auserwaehlt. Und dessen erste Aufgabe wird es sein, den jeweils anderen hinzurichten …

Fischer Sauerlaender Verlag, ISBN 978-3-7373-5506-3, Gebunden, 19,99 €
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  Kinder- und Jugendbuch:

„Weltenriss“ von S.E. Grove

Wenn jeder Ort seine eigene Zeit hat, dann ist das nächste grosse Abenteuer nie weit ... Vor hundert Jahren hat -Die Große Disruption- die Kontinente der Erde in verschiedene Zeiten katapultiert - jetzt hat jeder Ort seine eigene Zeit. Sophia Tims Onkel Shadrack ist ein berühmter Kartograph, der diese -Neue Welt- bereist und neu vermisst. Doch er wurde von einer geheimnisvollen verschleierten Frau entführt, die ihn zwingen will, die Carta Major für sie zu finden, die Karte in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft festgehalten sind. Sophia muss ihren Onkel unbedingt retten. Sie begibt sich gemeinsam mit ihrem Freund Theo auf eine gefährliche Reise, durch die Zeiten der Welt. Ein faszinierender Abenteuerroman - packend, atmosphärisch und äusserst originell.

Fischer Verlag, Gebunden, ISBN: 978-3-8414-2221-7, 18,99 €
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  Sachbuch:

„Haustiere - Unsere nahen und doch so fremden Begleiter“ von Josef H. Reichholf, herausgegeben von Judith Schalansky

Sie sind uns vertraut wie Familienmitglieder, ihr Schicksal bewegt uns oft mehr als das anderer Menschen, und doch bleiben sie fremde Natur : Seit Jahrtausenden begleiten uns Haustiere als Nutzbringer, treue Kameraden oder auch nur Gaeste. Doch wie ueber nahe Verwandte wissen wir auch ueber die selbstverstaendlichen tierischen Gefaehrten oft am wenigsten. Kundig und voller Charme erzaehlt Josef H. Reichholf vom unbekannten Leben und der Geschichte der Haustiere und foerdert dabei Unerwartetes zutage, denn nicht immer ist ausgemacht, wer im Verhaeltnis von Tier und Mensch den anderen domestiziert oder wer sich zu wem gesellt hat. Dabei blickt er mal liebevoll, mal kritisch, aber immer mit grosser persoenlicher Hingabe auf das Schicksal von Katze, Hausmaus, Rind und Co, wodurch auch die Extreme unserer eigenen Beziehung zur Natur ins Auge springen : Waehrend Hunde und Katzen oft als verhaetschelter Ersatz fuer ein duerftiges Sozialleben herhalten muessen, werden Nutztiere in Massentierhaltung zu lebenden Maschinen degradiert. So stehen wir vor der existenziellen Frage, wie wir mit Lebewesen umzugehen haben, die von uns geschaffen wurden und ohne uns nicht mehr zu ueberleben wuessten.

Matthes und Seitz Verlag, ISBN 978-3-95757-462-6, Gebunden, 28,00 €
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  Sachbuch:

„Hinter dem Horizont“ von Ernst Peter Fischer

Was ist die Welt, und wie sieht sie aus? So lautet eine der aeltesten Fragen der Menschheit, und noch heute begegnen wir ihr nicht anders als in Urzeiten: Wir entwerfen Weltbilder, die da anfangen, wo unsere Sinneswahrnehmung aufhoert. Ernst Peter Fischer erzaehlt so spannend wie lehrreich die Geschichte jener Bilder, die den Menschen und seine Zeit spiegeln und zugleich fundamental praegen: von der babylonischen Vorstellung einer Scheibe unter dem Firmament, die sich auch im Alten Testament findet, ueber den Lebensbaum der Maya, der Himmel und Erde, Leben und Tod verbindet, bis hin zu den Aufnahmen, die den Erdball erstmals aus dem All zeigten. Fischer berichtet von Entdeckungsfahrten und Kartographie, von dem Blick durch das Teleskop wie durch sein Gegenstueck, das Mikroskop – denn nicht nur im Groessten, auch im Kleinsten, in Genen und Atomen, liegen Weltbilder begruendet. Wie sich zeigt, hat die moderne Wissenschaft die Welt keinesfalls «entzaubert», sie hat nur unsere Horizonte verschoben. Doch wo liegen die Horizonte, die es heute noch zu ueberwinden gilt? Ernst Peter Fischer nimmt das grosse Ganze in den Blick. Er erkundet eine Grundlage des menschlichen Selbstverstaendnisses, die Welt in unseren Koepfen – so ist diese Geschichte der Weltbilder auch eine Geschichte der Menschheit.

Rowohlt Verlag, ISBN: 978-3-87134-182-3, Gebunden, 22,95 €
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  Besondere Bücher:

“The Bathroom Chronicles - 100 Frauen. 100 Bilder. 100 Geschichten „ Hg. Friederike Schilbach

Das Badezimmer ist vielleicht der letzte private Ort, an den wir uns zurueckziehen koennen. Es ist der Raum fuer Ruhe und Intimitaet – und insbesondere fuer eine Frau der Ort, wo sie ihre Schoenheitsgeheimnisse verbirgt und sich jeden Tag aufs Neue verwandeln kann. Jetzt gewaehren hundert Frauen einen Einblick in ihre geheimnisvollen Kammern. Die Idee zu diesem Buch kam der Herausgeberin Friederike Schilbach auf einer Ferienreise: »Ich besuchte eine Freundin in Apulien und bemerkte, dass ihr Badezimmer ihrem Charakter aehnelt: luftig, minimalistisch, schoen. Ehe ich abreiste, bat ich sie um ein Foto davon sowie um einige Saetze dazu.« Daraus wurde ein ganzes Projekt. Friederike Schilbach fragte Schauspielerinnen wie Lena Dunham, die Schriftstellerinnen Erica Jong und Lily Brett und zahlreiche weitere Frauen, ob sie einen Blick in ihr Badezimmer preisgeben wuerden. 2016 wurde eine Ausstellung daraus, ueber die es in der FAS hieß, man wuerde die Fotos »am liebsten alle zusammen in einem Bildband mit nach Hause nehmen«. Der liegt nun vor. Hundert Frauen teilen darin intime Momente und persoenliche Erinnerungen, die zum Nachdenken anregen – und zum Verschenken.

Suhrkamp Verlag, ISBN 978-3-518-46823-4, Pappe, 18,00 €
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