0

Werke

68,00 €
(inkl. MwSt.)

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

In den Warenkorb
Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783518430491
Sprache: Deutsch
Umfang: 1168 S., 66 Illustr.
Format (T/L/B): 6 x 19.5 x 14 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

In seinem Manifest 'Eine Ohrfeige dem öffentlichen Geschmack' forderte Velimir Chlebnikov 1912, 'die alten Großen' - Puschkin, Dostojewski, Tolstoi usw. - 'vom Dampfer der Gegenwart zu stoßen'. Der Begründer des russischen Futurismus, Generationengenosse von Franz Kafka und James Joyce, von Kurt Schwitters und Raoul Hausmann, träumte von einer radikalen poetischen Erneuerung der Sprache. Er war Wegbereiter der konkreten Poesie und des Surrealismus. In seinen Gedichten kombiniert er die 'Sternensprache' mit der Alltagssprache, den 'Zaum' (eine Sprache der Laute und der Zufallsschöpfungen) mit der 'Zahlenrede'. Der Reprint erscheint zum 100. Todestag des Autors und zum 50. Geburtstag der legendären Gesamtausgabe, die Peter Urban 1972 im Rowohlt Verlag als exzeptionelles übersetzerisches Kollektivunternehmen realisiert hat. Mitwirkende waren u.a. H.C. Artmann, Paul Celan, Hans Magnus Enzensberger, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Franz Mon, Oskar Pastior und Gerhard Rühm. Ein anarchisches Experiment, in dessen Bahnen sich die translinguale Poesie heute bewegt.

Autorenportrait

Velimir Chlebnikov (1885-1922), studierter Mathematiker, veröffentlichte seit 1908 Gedichte und führte ein unstetes Leben zwischen Moskau, Petersburg, Charkov, Baku und Astrachan. 1921 war er mit der Roten Armee in Persien. Er starb ein Jahr später in Santalovo/Gouvernement Novgorod.